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Träume in Psychologie heute
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Autor:  tobias [ 27. Juni 2014, 22:56 ]
Betreff des Beitrags:  Träume in Psychologie heute

In der aktuellen Ausgabe von Psychologie heute geht es um Träume. Don Rinatos hat die Ausgabe empfohlen

Zitat:
Die Menschen früherer Zeiten waren fest davon überzeugt, dass sich im Traum die Zukunft zeigte. Der Wunsch, das eigene begrenzte Weltwissen durch Traumdeutung zu erweitern, war mehr als verständlich. Wer Träume deuten konnte, war deshalb in alten Zeiten ein gesuchter Ratgeber. Auch heute noch sind wohl die meisten von uns der Überzeugung, dass die Bilder der Nacht eine Botschaft enthalten, und unser Interesse an einer Entschlüsselung der oft bizarren Traumsequenzen ist groß. Wir wollen wissen, was das „wirre Zeug“ zu bedeuten hat, an das wir uns am Morgen meist nur noch vage erinnern. Uns interessiert, warum der Traum vom Reisen und niemals Ankommen uns immer wieder heimsucht. Wir fragen uns, warum wir Jahrzehnte nach dem Abitur nachts immer wieder über der Matheprüfung schwitzen.

Manchmal sind wir so aufgewühlt vom nächtlichen Geschehen, dass wir andere um ihre Deutung bitten. Oder wir ziehen einschlägige Bücher zurate und surfen in einer der zahlreichen Traumdatenbanken im Internet. Doch Vorsicht mit den Antworten, die wir dort finden! Schon der Analytiker C.G. Jung schrieb: „Es braucht mehr als geistlose Schemata, wie sie sich in vulgären Traumbüchern finden oder sich fast stets unter dem Einfluss vorgefasster Meinungen entwickeln. Die stereotype Auslegung von Traummotiven ist abzulehnen.“ Jung empfahl stattdessen, die Traumbilder in einen „Kontext“ zu stellen: Zu jeder „hervorstechenden Einzelheit des Traumes“ sollten die „Einfälle des Träumers“ festgestellt werden.

Mit seiner Traumtheorie war Jung sehr modern. Auch die heutige Traumforschung geht davon aus: Der Träumende selbst ist der beste Traumdeuter (Seite 42).

Weitgehend Übereinstimmung herrscht unter Traumforschern auch darin: Die Bilder der Nacht sind überwiegend vom Alltag inspiriert. Und wir verarbeiten Emotionen (Seite 56). Das könnte auch erklären, warum Menschen mit politisch eher konservativer Gesinnung häufiger Alb- und Ohnmachtsträume haben, während „Linke“ mehr von glücklichen Umständen träumen und sich in ihren Träumen als selbstwirksam erleben, wie der Traumforscher Kelly Bulkeley herausfand (http://www.kellybulkeley.org).

Träume haben uns etwas mitzuteilen – über uns selbst. Wenn wir bereit sind, ihre Botschaft zu hören, können wir viel über uns lernen.


http://www.psychologie-heute.de/ph-compact/aktuelle-ausgabe/

Autor:  Brot [ 28. Juni 2014, 07:53 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Träume in Psychologie heute

Bei diesen Referenzen muss man das wohl lesen :D

Autor:  tobias [ 28. Juni 2014, 08:47 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Träume in Psychologie heute

Naja nicht unbedingt, oder zumindest, so habe ich es nicht gemeint.

Ich habe die Ausgabe hier, aber ich habe sie noch nicht gelesen. Das Maagzin ist auch recht teuer.(12€ in Deutschland) Dafür geht es im ganzen Magazin auch nur um das Thema Träume. Ich weiß auch nicht ob es überhaupt irgendwo um Klarträume geht. Eine eindeutige Empfehlung zum Kauf möchte ich also nicht aussprechen. Der Thread diente nur zur Information.

Liebe Grüße
Tobias

Seite 1 von 1 Zeitzone: Europa/Wien [ Sommerzeit ]
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