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Wie findet ihr meine Überlegungen Träumen/luziden Träumen?
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Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Dezember 2015, 13:10 
 Neuer Träumer
Neuer Träumer

Registriert: 27. Dezember 2015, 13:07
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Eine Theorie über die Entstehung von Träumen und wie man diese steuern kann.

Zuerst muss man sich vorstellen wie unser Bewusstsein und Unterbewusstsein aufgebaut ist.
Ich stelle mir das so vor: Das Unterbewusstsein ist ein riesiger Ozean und das Bewusstsein ist der Raum über dem Ozean. Es gibt tausende Dinge, welche wir im Alltag passiv wahrnehmen und sie in dem „Ozean“ abspeichern, denn alles was wir wahrnehmen, speichern wir automatisch irgendwo ab. Einen großen Teil der wahrgenommenen Dinge ignorieren wir mit unserem Bewusstsein und lassen es im Unterbewusstsein versinken. Unsere eigene Nase zum Beispiel sehen wir eigentlich die ganze Zeit, ignorieren sie allerdings automatisch, wenn wir nicht aktiv versuchen sie zu sehen. Normalerweise sinken die Dinge, welche in den Ozean gekommen sind.
Manchmal allerdings kommen diese Dinge wieder nach oben in das Bewusstsein, oft, weil wir uns versuchen an etwas zu erinnern was bereits im Ozean versunken ist, manchmal aber auch kommen diese Dinge fast von selbst zur Oberfläche. Wenn das passiert, dann bleiben diese Dinge fast immer zwischen Unterbewusstsein und Bewusstsein einen Bruchteil einer Sekunde hängen und versinken meist wieder, außer wir versuchen aktiv dieses Ding in das Bewusstsein zu transportieren, indem wir andere Gedanken beiseiteschieben und versuchen an dieses Teilchen zu denken, welches zwischen Ozean und Oberfläche gefangen ist. Meistens sind unsere derzeitigen Gedanken wichtiger und das Teilchen verschwindet wieder ins Unterbewusstsein, aber nicht zu tief.
Ich habe festgestellt, dass meine Träume sich um dieses Teilchen dann drehen, wenn es kurz zwischen Oberfläche und Ozean befand und dann wieder abgesunken ist. Wenn ich das Teilchen allerdings (am Tag, nicht im Traum) in das Bewusstsein holte, dann dachte ich aktiv darüber nach und dann träumte ich auch nicht davon.
Was ich damit sagen will ist, dass Träume entstehen, wenn Erinnerungen aus dem Unterbewusstsein für einen kurzen Moment unser Bewusstsein ankratzen, es jedoch nicht zum Nachdenken über diese Erinnerung bringen. Somit wurde die Erinnerung aus dem Unterbewusstsein zwar kurzzeitig fade hervorgebracht, aber nicht genug verarbeitet. Unser Gehirn legt diese unverarbeitete Erinnerung in die „to do“ Schublade.
In Träumen öffnet das Gehirn diese Schublade wieder und lässt alles was noch darin liegt in Form eines Traumes durchlaufen.
Genauso verläuft der Prozess mit Wahrnehmungen, welche wir lediglich unterbewusst sehen und hören. Wenn wir auf der Straße sind begegnen wir vielen Menschen, wir merken uns allerdings nicht ihre Gesichter, wie sie angezogen sind oder welche Geräusche sie von sich gegeben haben. Aber wir nehmen es trotzdem alles wahr und ich denken, dass diese alle passiv gesehenen und gehörten Dinge in unser Unterbewusstsein kommen und auch gespeichert werden.
Nun passiert es, dass auf dem Weg vom Bewusstsein in den Ozean des Unterbewusstseins eine Wahrnehmung einen Bruchteil einer Sekunde doch hängen bleibt, eine seltsame Mütze, ein unerwartetes Geräusch oder sogar ein Déjà-vu. Auch hier sind unsere derzeitigen Überlegungen meistens wichtiger und wir lenken uns wieder von dieser Wahrnehmung ab, somit versinkt sie wieder, auch hier nicht zu tief, sondern auch in die „to do“ Schublade.
Man sieht also, sowohl auf dem Weg vom Unterbewusstsein in das Bewusstsein und umgekehrt entstehen manchmal auf der Oberfläche des Ozeans für Bruchteile von Sekunden kleine Partikel, welche dann meist doch in den Ozean versinken. Über diese Partikel aus Wahrnehmungen und Erinnerungen, welche doch kurz an die Oberfläche zum Bewusstsein durchdringen, nur um wieder in das Unterbewusstsein zu verschwinden träume ich und andere vielleicht auch.


Wie entsteht luzides Träumen?
Wenn man wieder an die Partikel zwischen Unterbewusstsein und Bewusstsein denkt, welche zu träumen werden, könnte man sich folgendes Vorstellen.
Wenn Träume entstehen, also wenn Erinnerungen und Wahrnehmungen aus dem Unterbewusstsein im Schlaf verarbeitet werden, stelle ich mir das so vor, dass eine Blase aus diesen Erinnerungen und Wahrnehmungen sich im Unterbewusstsein bildet (inklusive der oben genannten „to do“ Schublade des Gehirns) und als geschlossener Körper in das Bewusstsein steigt um alles unverarbeitete noch einmal durchzugehen. Normalerweise hat man keinerlei Einfluss auf die Geschehnisse in dieser Blase, während man schläft und wenn man doch realisiert, dass diese Blase nicht die Realität ist, sondern nur in Traumform aus dem Unterbewusstsein herausgezogene Erinnerungen und Wahrnehmungen, platzt die Blase und wir wachen auf, denken uns „es war alles nur ein Traum“.
Manche Menschen durchleben den selben Prozess, jedoch platzt die Blase bei ihnen nicht, im Gegenteil, sie können auf das, was in der Blase passiert Einfluss nehmen und steuern, das ist meiner Meinung nach luzides Träumen.


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Re: Wie findet ihr meine Überlegungen Träumen/luziden Träume
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Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Dezember 2015, 01:32 
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Herzlich willkommen bei uns :)

Ich bin mal direkt: Vom Teil über luzides Träumen halte ich Wenig. Vermutlich ist es nicht falsch, aber was nützt dieses Modell?

Den Rest hingegen, also den Teil über Trübträume, finde ich interessant. Es wäre mir bisher nicht aufgefallen, dass icu von dingen träume, die ich sozusagen wieder fallen gelassen habe, aber eine aktuelle Sicjtweise ist ja, dass man von dem träumt, was einen beschäftigt. Nur ist das nicht verlässlich: Manche Kinder können durch daran denken wählen, wovon sie träumen und andere eben nicht. Die Aussage, dass man sich noch unterbewusst damit beschäftigen muss, würde erklären, wieso es nicht immer klappt.
So, fertig visualisiert, jetzt schlafe ich. wäre demnach ein falscher ansatz.

ich denke folgendes könnte dich auch interessieren:
http://www.goertzel.org/dynapsyc/2005/ZhangDreams.htm

Icu muss das unbedingt nochmal lesen, aber soweit ich mich daran erinnere würde deine Beobachtung in dieses (nicht schlecht anerkannte) Modell passen: Was einen beschäftigt ist halt zuvorderst in den einspeisenden Speichern. (ohne den text gelesen zu haben ist das wohl schwierig zu verstehen)
Bild: http://www.goertzel.org/dynapsyc/2005/Z ... age006.gif
(es ist zu breit zum einfügen)


Wie gesagt weiss ich nicht mehr genau, wie Jie Zhangs Modell funktioniert, aber ich glaube, luzide Träume lassen sich damit nicht erklären...im Gegenteil, sie rütteln an der Idee, dass im REM-Schlaf das Bewusstsein ausgeklinkt ist.
Angenommen, das Bewusstsein kann aktiviert werden, dann stellt sich die Frage, wie sich das auf die Erinnerungsverarbeitung auswirkt. Möglicherweise kommt irgendwann heraus, dass Klarträumen Nachteile hat.

Lg Brot :)

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