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Traumfiguren und die Psychologie/Introspektion
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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Oktober 2014, 20:20 
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Hallo ihr Forummenschen,
Da ich meine Psychologielehrerin heute eine Frage zum Thema des luziden Träumens in der Psychologie gestellt habe und sie mir die selbst nicht beantworten konnte, hat sie mir kurzerhand ermöglicht ein Referat über das Thema zu halten. Soweit ist das natürlich alles kein Problem, die Grundlagen kenne ich ja selber und werde sie meinen Mitschülern dementsprechend hoffentlich recht anschaulich vermittlen können, nur eine Frage ist irgendwie außen vor geblieben, genau die, die der Auslöser für meinen Vortrag war:
Sind Traumfiguren geeignet, um eine Introspektion an mir selbst durchzuführen? "Spricht" da wirklich mein Unterbewusstsein zu mir?
Ich hab zu dieser Frage bisher noch keine wirkliche Antwort gefunden, deswegen dachte ich mir, dass ihr mir weiterhelfen könnt, vielleicht hat ja jemand einen Link oder eine Lektüreempfehlung parat, wäre echt super! Vielleicht schadet ja auch eine kleine Diskussion nicht, eure eigenen Erfahrungen wären natürlich auch total super zu erfahren.
Vielen lieben Dank im Vorraus für jede Hilfe,
SuperSoft

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Re: Traumfiguren und die Psychologie/Introspektion
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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Oktober 2014, 20:44 
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Ich selbst bin bis jetzt noch nicht dazu gekommen.
Aber in vielen Foren liest man solche "Thesen".
Kann mir das auch gut vorstellen...


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Re: Traumfiguren und die Psychologie/Introspektion
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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Oktober 2014, 20:55 
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Hey,
Also, wenn Introspektion an den Traumcharakteren (TCs) zu betreiben bedeutet, sein Unterbewusstsein durch ein Gespräch mit Traumpersonen im KT zu erforschen, dann würde ich sagen, dass es davon abhängt, was man selbst denkt, was passieren könnte (Placebo) und wie klar man ist.
Ich habe im luziden Traum nämlich schon Schwierigkeiten damit, die Form und Farbe meines Gegenübers länger zu betrachten, ohne das er/sie/es verschwimmt, außerdem tun sie nur das, was ich denke, dass sie tun könnten.
Ich bin ja der Meinung, da der Begriff "Unterbewusstsein" an sich noch nicht endgültig definiert ist, dass es wirklich nur sehr unterschwellig aber mit starkem Einfluss auf Entscheidungen in Aktion tritt und man es nicht mehr als Unterbewusstsein bezeichnen könnte, wenn es eindeutig, also in Form von einem Dialog mit einem TC, zu einem spricht.
Kurz und gut, ich halte es für möglich, aber seeeehr unwahrscheinlich, vor allem im KT, wo man die Handlung bestimmt. Und selbst dann ist es nur durch Training möglich.
Eher denke ich, dass Trübträume mehr über das Unterbewusstsein verraten, da deren Handlung eher spontan und unkontrolliert ist und somit auch eher was durchsickert. ZB. Wenn man einen Kindheitsalbtraum zum wiederholten Mal erlebt, man sich diesmal aber anstatt gefressen zu werden retten kann, bevor man aufwacht, also die panischen Ängste überwunden haben.
Aber gut, ich habe keinerlei Quellen außer meiner eigenen Erfahrung und Meinung, da gibt es sicher mehr herauszufinden :)
Ich bin aber davon überzeugt, dass mein Unterbewusstsein da bleiben sollte, wo es ist, denn was da alles drinsteckt, will ich gar nicht wissen...
Vielleicht habe ich ja auch deshalb noch nichts derartiges erlebt.
*Monster-Post-Modus Off*
LG
Mütze

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Re: Traumfiguren und die Psychologie/Introspektion
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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Oktober 2014, 21:13 
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Schlafmütze hat geschrieben:
Hey,
Also, wenn Introspektion an den Traumcharakteren (TCs) zu betreiben bedeutet, sein Unterbewusstsein durch ein Gespräch mit Traumpersonen im KT zu erforschen, dann würde ich sagen, dass es davon abhängt, was man selbst denkt, was passieren könnte (Placebo) und wie klar man ist.
Ich habe im luziden Traum nämlich schon Schwierigkeiten damit, die Form und Farbe meines Gegenübers länger zu betrachten, ohne das er/sie/es verschwimmt, außerdem tun sie nur das, was ich denke, dass sie tun könnten.
Ich bin ja der Meinung, da der Begriff "Unterbewusstsein" an sich noch nicht endgültig definiert ist, dass es wirklich nur sehr unterschwellig aber mit starkem Einfluss auf Entscheidungen in Aktion tritt und man es nicht mehr als Unterbewusstsein bezeichnen könnte, wenn es eindeutig, also in Form von einem Dialog mit einem TC, zu einem spricht.
Kurz und gut, ich halte es für möglich, aber seeeehr unwahrscheinlich, vor allem im KT, wo man die Handlung bestimmt. Und selbst dann ist es nur durch Training möglich.
Eher denke ich, dass Trübträume mehr über das Unterbewusstsein verraten, da deren Handlung eher spontan und unkontrolliert ist und somit auch eher was durchsickert. ZB. Wenn man einen Kindheitsalbtraum zum wiederholten Mal erlebt, man sich diesmal aber anstatt gefressen zu werden retten kann, bevor man aufwacht, also die panischen Ängste überwunden haben.
Aber gut, ich habe keinerlei Quellen außer meiner eigenen Erfahrung und Meinung, da gibt es sicher mehr herauszufinden :)
Ich bin aber davon überzeugt, dass mein Unterbewusstsein da bleiben sollte, wo es ist, denn was da alles drinsteckt, will ich gar nicht wissen...
Vielleicht habe ich ja auch deshalb noch nichts derartiges erlebt.
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LG
Mütze


Vielen Dank für die lange und ausführliche Antwort.
Vielleicht wäre es ja dann der richtige Ansatz seine Luzidität beziehungsweise seine Traumerinnerung soweit zu verbessern, dass man auch aus Trübtraumen lernen kann, wobei das ja wieder Traumdeutung und Freud ist.
Mir geht es hier vor allem um die psychologischen Möglichkeiten des Klartraums, inwiefern man dieses "Mittel" benutzen kann um einem Menschen vielleicht zu helfen, tatsächlich gibts es sogar eine Therapiemöglichkeit mit Klarträumen, wer interessiert ist hier der Link: http://www.therapie.de/psyche/info/glos ... otherapie/

Nochmal vielen herzlichen Dank, dass du hier deine persönlichen Erfahrungen mit uns geteilt hast, hast mir schon sehr weitergeholfen!

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Re: Traumfiguren und die Psychologie/Introspektion
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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Oktober 2014, 22:56 
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Beginnen wir mit dem, was wir wissen:
1. Traumpersonen sind genauso vom Placeboeffekt beeinflusst wie alles andere auch.
2. Träume werden vom UB ersvhaffen
Daraus folgt, dass im grundsatz jede traumdeutung deine Ansicht über dich selbst b3stätigen wird solang du während dem traum den traum als repräsentation deines UB siehst. Das bedeutet also, dass TTs besser geeignet sind als KTs, aber leider kann man in denen keine gezielten fragen stellen.
Die Andere Möglichkeit wäre wohl, nichts zu erwarten. Ob du das fertigbringst weiss ich nicht, aber ich nehme an, dass das je nach frage gut möglich sein sollte.
(Ich muss zugeben, ich kenne dieses wort auch nicht, introspektion oder so war es glaubs :S )
lg brot, gute f4age :)
P.s: falls du heim mit google recherchieren etwas stichfestes findest würde es kich interessieren :)

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Widersprecht mir! :)



Brot hat für diesen Beitrag vom folgenden User ein Dankeschön erhalten: Schlafmütze
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Re: Traumfiguren und die Psychologie/Introspektion
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Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Oktober 2014, 14:43 
 Luzider Träumer
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@SuperSoft: Bittesehr :) Über die Möglichkeiten eines KTs zur Therapie bin ich schon informiert, aber an mir selbst will ich das nicht machen, nicht mal in meinen Träumen :P
Mich würde auch interessieren, was ei deiner Recherche rauskommt.
@Brot:
Danke Brot, genau so habe ich es gemeint :)
Introspektion habe ich doch erklärt, oder? Inspezieren des inneren Ichs, oder so :ugly:
Sobald ich klar werde, nehme ich irgendwie nur das wahr, was mir gerade durch den Kopf geistert, in den meisten Fällen versuche ich das dann zu kontrollieren, ohne das darüber nachdenken muss. Inwiefern mein Unterbewusstsein da noch eingreift, kann ich nicht einschätzen, ich denke, es stellt nur noch das Material für die Träume zur Verfügung und lässt einen auswählen.
Daher denke ich, dass es so unwahrscheinlich ist, im KT keinerlei Erwartungen/Vorstellungen zu haben.
LG

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