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Dissoziative "Zwischenwelt" - Zustände vor dem einschlafen
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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. April 2013, 12:25 
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Ich habe seit ca. einem halben Jahr vor dem einschlafen Zustände, die in der Schulmedizin als dissoziative oder psychoseähnliche Symptome bekannt sind. Sie treten ca. 1 – 2 mal im Monat auf.

Ich hatte früher oft Alpträume und habe auch einige Erfahrungen mit luzidem Träumen. In luziden Träumen ist sich die träumende Person ihrer Selbst bewusst und kann sich im Traum mehr oder weniger frei bewegen. Die folgenden Erfahrungen fühlen sich definitiv anders an und finden während des einschlafens statt und nicht im Schlaf selbst.

Damit sich jeder davon ein Bild machen kann, möchte ich einige Erfahrungen erstmal im Detail schildern:

Ich mache das Licht aus, lege mich hin und versuche zu schlafen. Einige Minuten später sehe ich mein Zimmer von oben, aus einer Art schwebenden Perspektive, und entferne mich in langsamer Geschwindigkeit nach oben. Dabei sehe ich meinen Schreibtisch, auf dem normalerweise viele verschiedene Gegenstände stehen, und finde dort lediglich meinen Laptop. Das Bild verschwimmt und ich finde mich in einem weißen und scheinbar sehr großen Raum wieder. Ich weiß, dass ich eigentlich regungslos in meinem Bett liege und frage mich, warum ich in diesem Raum bin. Er besteht aus nichts als endlosem weiß und einem großen Doppelbett auf das ich mich schließlich setze. Auf einmal kommt mir der Verdacht, dass ich gerade sterbe und mein Gehirn mich aus einer Art Schutzfunktion heraus in diesen Raum gebracht hat und bekomme Panik. Ich schreie und schlage mir ins Gesicht, kneife mich und hoffe dadurch wieder zurück finden zu können.

In einer anderen Nacht war es bereits eine Minute nachdem ich mich hingelegt hatte abzusehen, dass ich wieder in diesen Zustand, in diese Art „Zwischenwelt“ abdriften werde. Es fühlte sich so an, als würde mein Bett stark schaukeln, so als läge ich auf einem Floß, das auf hoher See im Sturm treibt. Kurze Zeit später war ich wieder gefangen und es fühlte sich so an, als würde mich eine Art Energie auseinander reißen wollen. Ich krümmte mich und schrie vor Angst. Es war, als würden meine Knochen aus dem Körper springen wollen, hauptsächlich im Brust – und Bauchbereich. In Wirklichkeit lag ich einfach nur im Bett. Ich versuchte, eine Bewegung tatsächlich auszuführen, versuchte in der Realität meinen Arm zu heben und schaffte es letztendlich. Sobald ich eine Bewegung wirklich ausführte, war ich schlagartig wieder bei vollem Bewusstsein und raus aus diesen Zuständen. Wenn aber auf diese Bewegung keine weiteren folgten, war es nur eine Frage von Sekunden, bis ich wieder in die „Zwischenwelt“ zurück kehrte.

Die aktuellste Erfahrung war teilweise ebenfalls äußerst bedrohlich. Ich legte mich neben meine bereits eingeschlafene Freundin und es verging ein wenig Zeit bis die Bewegungsunfähigkeit einsetzte. Dann hörte ich die Stimme meiner Freundin in Form von Wortfetzen und Satzteilen die nicht wirklich im Zusammenhang zueinander standen. Ich möchte nicht sagen, dass ich Gedanken lesen kann. Es fühlte sich in dem Moment aber so an, als würde ich ihre Gedanken mithören – schließlich wusste ich, dass sie schläft und gerade nicht spricht. Es war auch nicht so als würde ich jemandem zuhören, die Worte hörten sich eher so an als würde mein Kopf sie produzieren bzw als wären sie fremdinduziert. So als würde ein Tonbandgerät in meinem Kopf laufen. Ich erinnere mich an den Satz “ich kann für nichts garantieren” und zeitgleich zu dem Satz wurde es im Flur etwas heller und ich dachte, dass eine Person sich Zugang zu dem Flur verschafft hat und mich aufsucht. Diese Situation nahm ich als extrem bedrohlich wahr. Aufeinmal fand eine Art Perspektivwechsel statt und ich sah mein Bett so als würde ich daneben stehen. Auf dem Bett sah ich allerdings nicht mich und meine Freundin, sondern zwei völlig fremde Männer. Ich wusste instinktiv, dass gerade ein Verbrechen stattgefunden hat und sie die Täter sind. Mir war ebenfalls bewusst, dass ich wieder einmal in einem dieser Zustände bin den ich durch eine Bewegung beenden kann. Allerdings war ich neugierig und beobachtete deshalb weiterhin die Situation.
Es ging um einen Mord. Die Männer führten eine Art Dialog dem ich zu folgen versuchte. Allerdings verstand ich wie bei der Stimme meiner Freundin nur Fragmente dessen. Ich erinnere mich an die Worte “eingepackte Frau”.

Ich wende mich mit diesem Thema nicht an einen Psychiater, weil er mir wahrscheinlich lediglich eine Weile zuhören wird, mir dann eine mögliche Diagnose stellt und mir Tabletten gegen die Zustände verschreibt. Ich möchte aber nicht unbedingt, dass diese Zustände aufhören, da sie meinen Alltag nicht drastisch beeinflussen. In den Momenten fühlen sich diese Zustände zwar heftig und teilweise unangenehm an, aber wenn sie aufhören oder ich sie beende, geht es mir danach nicht sonderlich schlecht. Mein Anliegen ist dieses Phänomen zu verstehen. Ich suche Menschen die diese Erfahrungen mit mir teilen. Damit meine ich aber nicht diejenigen, die solche Symptome im Rahmen einer akuten psychotischen Phase oder gar einer chronischen Psychose hatten/haben oder die unter dem Einfluss von halluzinogen wirkenden Drogen standen als es passierte.

Ich habe zwar früher mal mit Halluzinogenen experimentiert und ich musste auch schon einmal in eine geschlossene Psychiatrie, weil mein Denken nicht mehr realitätsbezogen war. Allerdings liegt das Jahre zurück und heute bin ich abstinent und denke im Alltag vollkommen klar, logisch und reflektiert. Ich glaube nicht, dass es sich um sogenannte “Flashbacks” handelt.

Ich bin esoterischen Sichtweisen gegenüber zwar relativ offen, glaube aber nicht, dass mir Erklärungen wie “dich besucht ein Geist und du musst ihn besänftigen” wirklich weiterhelfen würden. Die einzige Theorie oder besser gesagt Ahnung die ich zur Thematik habe, ist die, dass mein Gehirn manchmal nicht in der Lage ist komplett auf Schlaf umzuschalten. Davon sind dann beispielsweise nur 10% der Hirnregionen die das steuern betroffen und ich werde somit in diese “Zwischenwelten” beziehungsweise dissoziativen Zustände gerissen. Für weitere Ideen, Erklärungen, Sichtweisen und Erfahrungsberichte wäre ich dankbar.

Liebe Grüße,
Den


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Re: Dissoziative "Zwischenwelt" - Zustände vor dem einschlaf
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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. April 2013, 13:06 
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Re: Dissoziative "Zwischenwelt" - Zustände vor dem einschlaf
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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. April 2013, 13:14 
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hi

ich kann dir wahrscheinlich nicht sgen was es ist, aber ich sehe da folgende Möglichkeiten:
a) Schlafparalyse + starke hypnagoge Bilder

b) eine art Traum, nicht luzid, nicht trüb.
aber da weiss tobias vllt mehr.

aber...du hast das jedesmal wenn du einschläfst?

Du weisst, dass du eigentlich in deinem Bett liegst, aber dein'geist' ist woanders...

wäre das nicht ein perfekter einstieg in einen KT? teleportiere dich doch das nächste mal weg aus dem 'gefängnis'.


---

man wacht ja in der nacht ab und zu ganz kurz auf u d schläft gleich wieder ein, hast du das dann auch?
lg brot

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Re: Dissoziative "Zwischenwelt" - Zustände vor dem einschlaf
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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. April 2013, 14:03 
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@ tobias:

Vielen Dank für deine Mühe, ich bin wirklich gespannt auf das Ergebnis.

@ Brot:

Ich erlebe sowas wie gesagt ca. 1 - 2 mal im Monat. Manchmal sind die Zustände sehr mächtig und lassen sich nicht einfach so beenden und desöfteren brauche ich auch etwas Zeit um zu realisieren, dass ich eigentlich still rumliege. Es gab auch Situationen, in denen ich mich bewusst bewegt habe, direkt danach mein Zimmer sah und dachte, dass ich wieder zurück bin. Allerdings dachte ich das nur solange, bis mir Kleinigkeiten bewusst wurden die nicht stimmen können wie zum Beispiel eine Lampe, von der ich weiss dass sie aus sein müsste.

Brot hat geschrieben:
wäre das nicht ein perfekter einstieg in einen KT? teleportiere dich doch das nächste mal weg aus dem 'gefängnis'.


Ich nehme mal an, dass mit "KT" Klartraum gemeint ist. Ich weiss nicht wie das mit dem teleportieren funktionieren soll, da mir nur zwei Optionen bekannt sind:

- Das Erlebnis über mich ergehen lassen, weil es zu intensiv bzw. mächtig ist um auszusteigen.

- Eine bewusste, tatsächlich stattfindende Bewegung durchführen um wieder in meinem Bett zu liegen/ den Zustand zu beenden.


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Re: Dissoziative "Zwischenwelt" - Zustände vor dem einschlaf
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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. April 2013, 14:05 
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also kannst du dich nicht bewegen in diesem 'traum'?

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Re: Dissoziative "Zwischenwelt" - Zustände vor dem einschlaf
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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. April 2013, 15:31 
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äußerst interessant. Allerdings meiner Ansicht noch zu wenig Infos.
Jetzt schon Schlüsse zu ziehen ist möglicherweise verfrüht, da man beim erzählen oft schon ohne es zu merken mehr Bewusstheit in seine Handlungen und sein denken hineininterpretiert als wirklich da war.

Ich hätte daher gerne noch gewusst, wie genau du diese Erlebnisse im Moment des Erlebens wahrgenommen hast und welches deine Gedanken in der Reihenfolge ihres Auftretens waren.

Mir erscheint es aber (auch wenn ich nur ein Laie bin) als (noch) nicht behandlungsbedürftig.
Meines Wissens empfehlen einige Therapeuten inzwischen auch Halluzinationen als Geschenk zu sehen und sich mit ihnen zu arrangieren.

Was mir jedoch noch zu denken gibt, sind die damit verbundenen Panikattacken. Ist es Kontrollierte Angst?
Also hast du dabei einen bestimmten Gedanken, der dir logisch erscheint, was du unbedingt tun musst um aus der Situation zu entkommen (wie z.B. bewegen)?

Oder aber setzt deine Rationalität dabei aus?


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Re: Dissoziative "Zwischenwelt" - Zustände vor dem einschlaf
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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. April 2013, 15:42 
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@ Brot:

Ob ich mich innerhalb des Zustandes bzw. im "Traum" bewegen kann ist unterschiedlich. Bei der zuerst geschilderten Erfahrung habe ich mir beispielsweise in diesem weißen Raum ins Gesicht geschlagen und mich gekniffen um wieder zurück zu kommen. Ich bin mir sicher, dass ich diese Bewegungen nicht wirklich ausgeführt habe. In anderen Nächten wiederum liege ich paralysiert in meinem Bett und weiss das auch, während es sich so anfühlt als würden irgendwelche "Energien" was mit mir machen.

@ Ozymandias:

Das beobachten der Männer beispielsweise habe ich aus einer unsichtbaren, rein beobachtenden Perspektive wahrgenommen, also ohne das Gefühl zu haben von der Situation betroffen zu sein und handeln zu müssen. Bei der Stimme meiner Freundin in Kombination mit dem Verdacht, dass jemand in meinem Flur steht, fühlte ich mich allerdings persönlich bedroht und wollte aufstehen,raus aus der Situation,"aufwachen" - handeln.

Also ich hatte wie gesagt mal eine psychotische Phase in der ich tagsüber ununterbrochen in einem Wahnkonstrukt gelebt habe und war somit völlig untauglich für den Alltag. Das war ca. 6 Wochen lang akut. Die jetzigen Erfahrungen finden ja nur in dem Rahmen "ich liege im Bett und spüre/sehe/höre Dinge" statt und fallen keinem auf. Von daher denke ich auch, dass das definitiv nicht behandlungsbedürftig ist.


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Re: Dissoziative "Zwischenwelt" - Zustände vor dem einschlaf
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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. April 2013, 16:54 
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Sehr interessant.
Ich habe wenig Ahnung von solchen Phänomenen, allerdings klingt es für mich nach einer Halluzination. Evtl. auch hypnagoge Halluzination.

Zitat:
Ich habe zwar früher mal mit Halluzinogenen experimentiert und ich musste auch schon einmal in eine geschlossene Psychiatrie, weil mein Denken nicht mehr realitätsbezogen war. Allerdings liegt das Jahre zurück und heute bin ich abstinent und denke im Alltag vollkommen klar, logisch und reflektiert. Ich glaube nicht, dass es sich um sogenannte “Flashbacks” handelt. [...] Also ich hatte wie gesagt mal eine psychotische Phase in der ich tagsüber ununterbrochen in einem Wahnkonstrukt gelebt habe und war somit völlig untauglich für den Alltag. Das war ca. 6 Wochen lang akut. Die jetzigen Erfahrungen finden ja nur in dem Rahmen "ich liege im Bett und spüre/sehe/höre Dinge" statt und fallen keinem auf. Von daher denke ich auch, dass das definitiv nicht behandlungsbedürftig ist.


Vielleicht hängt das ja irgendwie zusammen, aber bestimmt sagen kann es dir vermutlich nur ein Experte. Ferndiagnosen übers Internet sind immer schwierig.

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Re: Dissoziative "Zwischenwelt" - Zustände vor dem einschlaf
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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. April 2013, 18:45 
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Hofer hat geschrieben:
Vielleicht hängt das ja irgendwie zusammen, aber bestimmt sagen kann es dir vermutlich nur ein Experte. Ferndiagnosen übers Internet sind immer schwierig.


Dein Gedanke, dass meine frühere Symptomatik mit den heutigen Ereignissen in Verbindung steht, ist absolut naheliegend und nachvollziehbar. Viele Einzelheiten die ich in diesen "Träumen" erlebe sind auch typische Wahrnehmungen die bei der Erkrankung Psychose auftreten. Allerdings differenziere ich da streng zwischen Fehlwahrnehmungen die man tagsüber im wachen Zustand hat und den beschriebenen Zuständen, die ich nur unter der Vorraussetzung erlebe, das ich versuche einzuschlafen.

Ein erneuter psychotischer Schub würde sich durch mir bekannte Warnsignale ankündigen. Das ist nicht der Fall. Ausserdem nehme ich seit meinem ersten und bis heute einzigen Schub vorsichtshalber täglich ein hochpotentes Neuroleptika (Antipsychotikum), um einen Rückfall in einen erneuten psychotischen Schub zu vermeiden.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich halte es für unwahrscheinlich, dass diese Erlebnisse mit einer psychischen Erkrankung im Zusammenhang stehen. Natürlich kann ich es als Laie nicht vollständig ausschließen, dass die heutigen Erlebnisse Resultat einer ehemaligen Erkrankung sind, aber ich glaube es wie gesagt weniger.


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Re: Dissoziative "Zwischenwelt" - Zustände vor dem einschlaf
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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. April 2013, 18:50 
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Denplae bleib mal ruhig,
ist wahrscheinlich eher nicht so leicht zu beantworten. Zumindest für die meisten Außenstehenden hier.

Ich melde mich sobald ich was weiß. Mal zur Orientierung für dich spätestens Montag.

Liebe Grüße

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Re: Dissoziative "Zwischenwelt" - Zustände vor dem einschlaf
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Ungelesener BeitragVerfasst: 28. August 2016, 17:00 
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Durch meine suche nach einer Stimme vor dem Einschlafen bin ich auf diesen Thread gestoßen.
Ich habe heute wieder festgestellt das ich kurz vorm einschlafen eine Stimme registriere meistens sagt sie einen Satz und ist wieder Stumm nur heute war es so ungewöhnlich das sie in einer anderen Sprache redete die ich nicht verstand auch war es diesmal eine Frauenstimme nachher spielten noch ein paar Takte einer Melodie.
Meistens sagt die Stimme nur etwas was mich auch Tagsüber beschäftigt hat manchmal kommt bald im Anschluß noch ein Geräusch hinzu ein knall oder wie wenn was zerreißen würde.
Bisher kam mir das noch nicht so ungewöhlich vor doch heute schon da ich im Anschluß auch noch eine diverse Lichterscheinung war nahm.
ich habe das bis jetzt einfach für eine Projektion des Geistes gehalten bevor das Bewusstsein in den Bardo des Traums übergeht d.h. wir verlieren normalerweise erst einen kurzen mom das Bewusstsein beim Bardoübergang in den Traum
Ich möchte auch dazu sagen das ich versuche genau diesen Punkt des übergangs zu erwischen leider bisher jedoch ohne großen Erfolg dies ist sehr schwierig für mich.
Der Traumyoga und Schlafyoga sind für mich sehr Interessant und werde mich weiterhin damit beschäftigen ich hoffe natürlich das ich irgendwann erfolgreich sein kann
Der Grund für meine Versuche sind das ich Tagsüber nur eine Stunde Meditieren kann deshalb möchte ich im Zustand des klaren Lichts meine Praxis der Meditation fortsetzen Träume Interessieren mich nur sekundär.

Sollte hier im Forum jemand sein der sich gut mit Traumyoga und Schlafyoga auskennt und dies Praktiziert könnte er vll. eine Antwort auf die Frage nach der Stimme haben würde mich sehr Interessieren
Namkhai Norbu hätte wohl eine Antwort :)) nur Ihm zu fragen könnte nicht leicht sein
@Tobias hast du eine Antwort?

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„Wer nach außen schaut, träumt. Wer nach innen schaut, erwacht.“ Carl Gustav Jung (1875 - 1961)


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Re: Dissoziative "Zwischenwelt" - Zustände vor dem einschlaf
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Ungelesener BeitragVerfasst: 28. August 2016, 18:17 
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Hey Atom999 :)
Tobias ist in Bezug auf diese Themen definitiv der richtige. Meine Anmerkung nur ganz kurz: Eine Stimme vor dem Einschlafen oder auch Musik, die nicht echt da ist, höre ich auch ab und zu mal beim Einschlafen - vor allem wenn ich sehr müde bin. Ich würde das eine typische Hypnagoge Halluzination nennen, nur halt auditiv statt den stärker verbreiteten visuellen (sog. Hypnagoge Bilder)

Lg Brot :)

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Re: Dissoziative "Zwischenwelt" - Zustände vor dem einschlaf
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Ungelesener BeitragVerfasst: 8. September 2016, 10:08 
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Hi Atom 999

Ich nehme an du bist Buddhist? Hast du schon Traumyoga Belehrungen erhalten? oder wenn nicht hast du ein Buch dazu gelesen? Wenn ja welches?

ich komme gerade vom Lamdre und habe dort auch Traumyoga-Belehrungen erhalten.

Ich stimme Brot zu, dass es sich hier um eine hypnagoge Halluzination handelt. Leider wird dieser Bereich in den Traumyoga-Belehrungen die ich kenne nicht behandelt.

Die Stimmen scheinen ja noch vom Tagesbewusstsein zu kommen, wenn sie Dinge des Tages wiederholen.

Dieses Tagesbewusstsein musst du zunächst loswerden. Hierfür gibt es zwei möglichkeiten. Klassischerweise setzt man das einschlafen mit dem Sterben gleich. Die Aufgabe ist also das loslassen von allen Dingen. Dazu lässt man seinen Tag nochmal revue passieren. man lässt alles aufsteigen und dann lässt man es los. Wie beim sterben, dort musst du auch alles loslassen. Danach beginnt man mit der Schlafpraxis.

Wenn du auf diese Weise deinen Alltag wirklich losgelassen hast, sollten die Stimmen auch nicht mehr kommen. Dann beginnst du einfach deine Praxis. Du kannst dir deinen Lehrer oder einen Yidam im Herzen visualisieren und diese Konzentration so lange es geht aufrecht erhalten. Wenn du es auf diese weise schaffst bewusst einzuschlafen, dann solltest du das klare Licht wahrnehmen. Es ist aber sehr schwer..

Wenn du es nicht schaffst das klare Licht wahrzunehemen dann hast du immernoch die Möglichkeit im Traum bewusst zu werden. Das ist auch notwendig. Denn das klare Licht vor dem Einschlafen entspricht ja dem Bardo Darmata. Das Bewusstwerden oder verweilen entspricht der Erleuchtung. Wenn du es also schaffst dort bewusst zu werden beim Einschlafen ist es super. Wenn nicht musst du die nächste Chance wahrnehmen. Aus Sicht der Bardo-Belehrungen wäre das der Bardo des Werdens aus Sicht des Tages wäre es der Traum. Träume sind also immer dann wichtig, wenn du es nicht schaffst das klare Licht beim Einschlafen die ganze Nacht zu halten. Und das ist auch schwer. Ich kann das z.B. nicht.

Liebe Grüße
Tobias

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Re: Dissoziative "Zwischenwelt" - Zustände vor dem einschlaf
  
Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Oktober 2017, 05:32 
Moin ich bin bei einer anderen suche hier drüber gestolpert.
Und wollte erzählen das ich eine ziemlich ähnliche Erfahrung gemacht habe wie @Denplae.

So ein Traum wärend man versucht einzuschlafen.
Ich bin nur nicht in ein hellen Raum.

Ich habe das Gefühl mein Körper zu verlassen, ich sehe mein Zimmer aus einer anderen Perspektive aber alles ist Dunkel und schemenhaft.
Es fängt auch immer eine Stimme an zu Flüstern, kann aber nicht sagen was gesagt wird noch ob ich die Sprache überhaupt kenne und es mir daher nicht gelingt sie zu verstehen (die Stimme Flüstert ununterbrochen).
Im weiteren Verlauf wird der Raum immer Größer und ich habe das Gefühl mich weiter zu entfernen, oft hab ich auch ein Gefühl als würde ich etwas berühren was gleichzeitig eine harte glatte gewellte Oberfläche hat und trotzdem weich und angenehm ist.
Wärend sich der Raum vergrößert wird die Stimme immer lauter bleibt aber gesprochen wie ein Flüstern.
Zwischen durch ist mir so als erkenne ich dort etwas ist aber zu weit weg um es zu bestimmen weil ja alles wie im schwachem Blauem Mondlicht ist.
Dann wird die Stimme auch leiser und langsamer, als würde sie mir was verdeutlichen wollen, dann wird sie aber wieder schneller, lauter und energischer aber immer noch wie ein Flüstern.

Ich hab diese "Träume" schon seid dem ich ein kleines Kind bin mal öfters mal weniger, also schon ungefähr 23 Jahre (bin jetzt 28). Als Kind war da auch manchmal ein anderer "Traum" dort war's ein weißer Raum irgendeine Metall Konstruktion und dieses Flüstern, nur war die Stimme hier immer gleichbleibend.

Ich war und bin mir immer bewusst das ich nicht wirklich schlafe und wie Denplae es auch beschreibt wenn ich ein Körperteil bewusst bewege komme ich schnell aus diesem Zustand.

Ich habe und hatte wärend dessen nie wirklich Angst manchmal ein leichtes Unwohlsein weil ich einfach nicht verstanden habe worum es geht und was da ist.
Jedesmal bin ich aber so neugierig, zu verstehen was da ist und erzählt wird das ich es so lange auskoste wie es geht.

Die visuelle Wahrnehmung unterscheidet sich zwar von der von Denplae aber als ich gelesen hatte wie er den Übergang und den Zustand an sich beschrieben hatte, lief mir ne Gänsehaut über den Körper mir ist noch nie jemand begegnet der was ähnliches erlebt hat.

Denn Das ist ganz klar von allen anderen "Traum-Arten" zu unterscheiden, ich kenn die ganzen begriffe nicht aber kenne mich mit den erleben der verschiedenen "Traumwariationen" aus.
Bei intensiven Träumen weiß ich auch das ich gerade schlafe und kann alles beeinflussen usw.

Habe aber nie Drogen genommen noch unter irgendwelchen Psychischen Erkrankungen gelitten.
(Falls die Frage aufkommt)


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